Forum 2: Online Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaftsinformatik

Mittwoch, 03.03.1999, 15:30 - 16:30 Uhr, Auditorium Maximum

 

Moderation:

Herr Prof. Dr. Dieter Ehrenberg Herr Prof. Dr. Dieter Ehrenberg
Universität Leipzig
Institut für Wirtschaftsinformatik

Teilnehmer:

Herr Andreas Haberberger Herr Andreas Haberberger
Leiter Personalentwicklung und Training
DG BANK Deutsche Genossenschaftsbank AG, Frankfurt/Main
Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Reuter Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Reuter
European Media Laboratory GmbH, Heidelberg und
International University, Bruchsal
Herr Prof. Dr. Dr. h.c. A.-W. Scheer Herr Prof. Dr. Dr. h.c. August-Wilhelm Scheer
Universität des Saarlandes, Saarbücken
Institut für Wirtschaftsinformatik


Thesen:

  1. Der Übergang zur Informations- und Wissensgesellschaft ist unter anderem durch eine hohe Geschwindigkeit des Informations- und Wissenszuwachses auf allen Gebieten charakterisiert. Gezielte Informationsauswahl, vernetztes Wissen, lebenslanges Lernen und berufsbegleitende Qualifizierung sind Konsequenzen dieser Entwicklung.
  2. Die neuen Medien, insbesondere die Verfügbarkeit des Internet, führen zu veränderten Szenarien in der Lehre, beim Lernen und in der Weiterbildung, wodurch traditionelle Veranstaltungen ergänzt, aber auch ersetzt werden können. Konzepte des telelearning bilden die Grundlage für die Online Aus- und Weiterbildung, deren wesentliche Vorteile sich charakterisieren lassen durch:
  • Zeit- und ortsunabhängiges Lernen
  • Gestaltung von individuellen Lernprozessen
  • Nutzung von interaktiven Multimediasystemen zur mediengerechten und methodisch-didaktischen Aufbereitung von Lerninhalten
  • Verfügbarkeit von Services zur Bereitstellung von Lehrmaterialien und Literatur sowie Studienberatung/-betreuung und Administration
  1. Für die Web-basierte Aus- und Weiterbildung ist gegenwärtig noch charakteristisch, daß die Bildungsprodukte meistens Individuallösungen darstellen, deren Konzepte sich kaum für neu zu entwickelnde Bildungsprodukte wieder verwenden lassen. Aus diesem Grunde sind Referenzarchitekturen und Standardisierungen zu entwickeln und zu evaluieren, um bestimmte Wissensobjekte bzw. Konzepte in unterschiedlichen Bildungsangeboten einsetzen zu können.
  2. Um die in These 3 beschriebene Problematik einer Lösung zuzuführen, wurde Mitte 1997 das Projekt "Wirtschaftsinformatik Online" (WINFO-Line) als interuniversitäres Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Göttingen, Kassel, Leipzig und Saarbrücken mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung gestartet. Die bisher vorliegenden multimedial aufbereiteten Bildungsprodukte zu Kerninhalten der Wirtschaftsinformatik und die damit verbundenen Serviceleistungen werden gegenwärtig von den Studierenden der Partneruniversitäten genutzt, für die auch die Anerkennung von Prüfungsleistungen geregelt ist.
  3. Es ist festzustellen, daß die Aufgaben, wie Content Providing, Multimedia Production, Network Providing, die sich mit der Entwicklung, der Nutzung und dem Vertrieb von Lernsoftware ergeben, im Sinne von Public-Private-Partnership zu neuen Verbünden der Universitäten und Weiterbildungszentren mit spezialisierten Firmen führen. Andererseits entstehen ein elektronischer Bildungsmarkt sowie neue Organisationsformen für ein Bildungsbrokerage.

Zu Beginn des Forums werden die Diskussionsteilnehmer ihre Sicht zu spezifischen Aspekten der Online Aus- und Weiterbildung äußern. Danach erfolgt die Diskussion mit dem Auditorium.

g2klein.gif (1957 Byte) Videomitschnitt


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Letztes Update: 19. Juni 2002
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