Forum 3: Referenz-Informationsmodelle

Donnerstag, 04.03.1999, 10:00 - 11:00 Uhr, Auditorium Maximum

 

Moderation:

Herr Prof. Dr. Jörg Becker Herr Prof. Dr. Jörg Becker
Universität Münster
Institut für Wirtschaftsinformatik

Teilnehmer:

Herr Prof. Dr. Alexander Hars Herr Prof. Dr. Alexander Hars
University of Southern California, Los Angeles, USA
Marshall School of Business
Herr Dr. Alexander Pocsay Herr Dr. Alexander Pocsay
Geschäftsführer
IDS Prof. Scheer GmbH, Saarbrücken
Herr Dr. Reinhard Schütte Herr Dr. Reinhard Schütte
Universität GH Essen
Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement
Herr Ulrich Sempf Herr Ulrich Sempf
Partner u. Mitglied der Geschäftsleitung
Diebold Deutschland GmbH, Eschborn

Thesen:

Informationsmodelle haben in der Praxis zur Darstellung von statischen und dynamischen Gegebenheiten (Struktur und Verhalten) eine gewisse Verbreitung erfahren, sich aber noch nicht in breiter Front durchsetzen können. Referenzinformationsmodelle, die zur Gestaltung unternehmensspezifischer Modelle herangezogen werden können, erleichtern den effizienten und strukturierten Entwurf von Informationsmodellen.

  • Modelle ermöglichen unterschiedliche Sichten auf ein Betrachtungsobjekt (organisatorische, informationstechnische, Workflow-, Zertifizierungs-, ressourcengetriebene Sicht). Referenzmodelle sollten in der Lage sein, unterschiedliche Sichten abzubilden.
  • Für Softwaresysteme ist es mit ein Verkaufsargument, dass die Software in Modellen dokumentiert ist, die den fachkonzeptuellen Inhalt beschreiben. Da diese Modelle über den Einzelfall hinausgehen, handelt es sich um (softwaregetriebene) Referenzmodelle, die in einem Anpassungsvorgang zu unternehmensspezifischen Modellen umgestaltet werden (Customizing von Referenzmodellen).
  • Anpassung von Standard-Software geschieht um so leichter, je mehr ein Customizen der Modelle zu einem automatischen Customizen der darunterliegenden Software führt.
  • Informationsmodelle haben unterschiedliche Einsatzzwecke (Dokumentieren, Gestalten, Unterstützung bei Schulungen, Weiterbildung) und werden damit zu einer wichtigen Ressource des betrieblichen Wissensmanagements.
  • Sowohl von Softwarehäusern ("zu viel Overhead") als auch von Anwendern ("zu kompliziert") werden Modelle teilweise abgelehnt. Die Gründe für die Ablehnung sollen analysiert werden (liegen sie vielleicht (auch) in der Unzulänglichkeit bestehender Tools?).

g2klein.gif (1957 Byte) Videomitschnitt


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Letztes Update: 19. Juni 2002
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