Forum 4: Knowledge Management

Donnerstag, 04.03.1999, 11:00 - 12:00 Uhr, Auditorium Maximum

 

Moderation:

Herr Prof. Dr. Hermann Krallmann Herr Prof. Dr. Hermann Krallmann
Universität TU Berlin
Institut für Wirtschaftsinformatik und Quantitative Methoden

Teilnehmer:

Herr Dr. Claus E. Heinrich Herr Dr. Claus E. Heinrich
Vorstand
SAP AG, Walldorf/Baden
Herr Dr. Klaus Juncker Herr Dr. Klaus Juncker
Gechäftsführer
Deutsche Bank Management Support GmbH, Frankfurt/Main
Herr Richard Roy Herr Richard Roy
Geschäftsführer
Microsoft GmbH, München
Herr Dr. Peter Schütt Herr Dr. Peter Schütt
Leiter Knowledge Management Solutions
IBM Deutschland Informationssysteme GmbH, Stuttgart

Thesen:

In der industriellen Arbeitswelt zeichnet sich derzeit ein Umbruch von großem Ausmaß ab. Neben Globalisierung und Intensivierung des Wettbewerbs ist insbesondere ein Übergang von der Industrie- in die Wissensgesellschaft festzustellen. Wissen wird auf immer breiterer Ebene als Produktionsfaktor der Zukunft identifiziert, der Energie und Rohstoffe und zunehmend auch Arbeit und Kapital in ihrer Bedeutung in den Hintergrund treten läßt.

Damit wird organisationales Wissen auch zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor, woraus sich die Notwendigkeit des systematischen Managements dieser Ressource ergibt.

Folgende Fragestellungen ergeben sich daraus:

  • Wie kann individuelles und organisationales Wissen identifiziert, genutzt und weiterentwickelt werden?
  • Wie kann relevantes Wissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar gemacht werden?
  • Welches sind die entscheidenden Faktoren, die ein Unternehmen zu effektivem Management des Wissens befähigen?

Thesen

In den meisten High-Tech Unternehmen stellt Wissen bereits heute den dominierenden Produktionsfaktor dar. Der Umgang mit der Ressource Wissen muß deshalb ‚professionalisiert‘ werden, wodurch insbesondere Investitionen in den Bereichen Wissensinhalte, -prozesse und –infrastruktur erforderlich werden.

Das Wissen eines Unternehmens entwickelt sich in immer größerem Maße zum wesentlichen Faktor für die Differenzierung vom Wettbewerb. Für die effektive Nutzung dieses intellektuellen Kapitals ist neben dem Management von explizitem (dokumentiertem) Wissen vor allem der Austausch von "tacit knowledge", dem ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeiter befindlichen Wissen, zu managen.

Um die Ressource Wissen zielgerichtet und langfristig nutzen zu können, muß das Management von Wissen in die strategische Ausrichtung von Unternehmen integriert werden. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, müssen bestehende Ansätze des Wissensmanagements weiter präzisiert werden, um die Wertschöpfung des Produktionsfaktors Wissen am Markt erfassen zu können.

g2klein.gif (1957 Byte) Videomitschnitt


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Letztes Update: 19. Juni 2002
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